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Unsere Klettertouren-Tipps

Berglerturm Westwand

Schwierigkeit: 4+, eine Stelle 5-
Höhenunterschied: 140 m
Kletterstrecke: 154 m
Seillängen: 4
Zeit: 2½ - 3 Stunden
Fels: gut, ausgezeichnet im oberen Teil, etwas zu säubern
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + einige Haken

Zustieg
Es gibt zwei gängige Möglichkeiten, den Einstieg zu erreichen:
Von Weißlahnbad (Tiers, 1200 m): Vom Naturparkhaus dem markierten Weg Nr. 3 in das Tschamintal folgen. Auf der Forststraße weiterwandern bis zur Talstation der Materialseilbahn (Grasleitenhütte, 2134 m). Von dort die blockige Rinne südlich in Richtung Sattelspitze aufsteigen. Am oberen Ende über die Bergwiesen links zum Einstieg queren. Zeitaufwand: ca. 2,5 Std.
Von der Grasleitenhütte (2134 m): Dem Weg Richtung Tschamintal kurz folgen, bis das Bachbett des Tschamin-Wildbaches erreicht ist. Die linke Wand durch einen Kamin (Schwierigkeit 2) erklettern und auf dem anschließenden Grasband nach rechts über einen Gamssteig in das Kleine Valbontal queren. Weiter rechts auf Jägerpfaden bis zum Großen Valbontal und über Wiesen zum Einstieg. Zeitaufwand: ca. 1 Std. 45 Min.
Routencharakteristik
Die Tour zeichnet sich durch zwei Seillängen mit anhaltenden Schwierigkeiten aus. Während im unteren Teil noch mit losem Gestein gerechnet werden muss, bietet das Finale der Tour festen, erstklassigen Fels.
Abstieg
Vom Gipfel ca. 60 m Richtung Westen bis zu einem Steinmann zurückgehen. Über Bänder und eine absteigende Rampe (Schwierigkeit 1-2) in südlicher Richtung zur darunterliegenden Wiese absteigen. Hier nach links (orientiert an Steinmännern) entlang der Bänder bis zur Scharte queren. Durch die westliche Rinne absteigen, die in Kürze zurück zum Einstieg führt. Zeitaufwand: ca. 40 Min.
Hinweis: Alpine Klettertouren erfordern Erfahrung in der Routenfindung und eigenständigen Absicherung. Achte auf die aktuelle Wetterlage und die Felsbeschaffenheit vor Ort.

Vajolettürme Delagoturm Piáz-Kante (Südwest)

Schwierigkeit: 4, eine Stelle 4+
Höhenunterschied: 130 m
Kletterstrecke: 156 m
Seillängen: 6
Zeit: 2½ Stunden
Fels: ausgezeichnet, die letzte Seillänge gut
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung

Charakteristik
Eine absolute Modetour. Die Kante bietet eine enorm luftige Kletterei, die physisch nicht extrem fordernd, aber psychisch durch die Exposition beeindruckend ist. Wegen der starken Frequentierung sind die Griffe und Tritte an den entscheidenden Stellen glatt poliert.
Zugang
Von der Gartlhütte (2621 m):
Dem deutlich sichtbaren Pfad in Richtung der Türme folgen. Sobald man die Terrasse vor der markanten Rinne zwischen Delago- und Stabelerturm erreicht hat, in die Rinne absteigen. Den tiefsten Punkt kurz links queren und dann über eine Rampe rechts ansteigend zum Einstieg. Zeitaufwand: ca. 20 Min.
Abstieg (Abseilpiste) Der Abstieg erfolgt über die eingerichtete Abseilpiste: Vom Gipfel: Rechts (östlich) halten. Die ersten zwei Abseilstrecken betragen 15 m und 18 m. Zwischenstation: Man erreicht den eingeklemmten Block in der Scharte zwischen Delago- und Stabelerturm. In der Rinne: Von hier viermal in südlicher Richtung abseilen: 20 m, 20 m, 20 m und zuletzt 25 m.
Ausstieg:
Die letzten Meter unschwierig abklettern (Schwierigkeitsgrad 1) bis zur Rinne und zurück zur Terrasse. Variante mit 50 m Doppelseil: Vom ersten Abseilhaken kann direkt zum eingeklemmten Block und von dort in großen Sprüngen durch die Rinne abgeseilt werden. Zeitaufwand: ca. 50 Min.
Tipp: Da die Tour extrem beliebt ist, empfiehlt sich ein sehr früher Einstieg oder ein Termin außerhalb der Stoßzeiten, um Wartezeiten an den Standplätzen und Steinschlag in der Abseilrinne zu vermeiden.

Laurinswand Eisenstecken-Führe(Westwand)

Schwierigkeit: 5+, ein Abschitt 5 (auch A0)
Höhenunterschied: 350 m
Kletterstrecke: 373 m
Seillängen: 11
Zeit: 3½ - 4 Stunden
Fels: ausgezeichnet, die letzen 3 Seilängen zu säubern
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + Friend Nr. 3-4

Charakteristik
Eine sehr lohnende und entsprechend oft begangene Route. Die Kletterei ist abwechslungsreich und bietet steile Passagen in festem Dolomit. Da die Route beliebt ist, sollte man an den Standplätzen auf Nachfolgende achten.
Zustieg
Von der Kölner Hütte (2339 m):

Dem markierten Zustiegsweg zum Santnerpass-Klettersteig folgen. Man quert ein langes, breites Schuttband. Bevor der Klettersteig über die ersten Felsrampen steiler ansetzt, biegt man links auf einen Pfad ab. Diesem Pfad unterhalb der Westwände folgen, bis man den Einstieg erreicht. Zeitaufwand: ca. 50 Min.
Abstieg
Vom Ausstieg der Route quert man einfach zur nahegelegenen Santnerpasshütte (2734 m). Von dort erfolgt der Abstieg über den gesicherten Santnerpass-Klettersteig zurück zur Kölner Hütte. Zeitaufwand: ca. 1,5 Std.
Hinweis: Da die Route im Westen liegt, erreicht die Sonne die Wand erst gegen Mittag. Dies sollte bei der Zeitplanung (und der Kleidungswahl) berücksichtigt werden.

Grasleitenturm Südwand - Direkte (Östliche Spitze)

Schwierigkeit: 3 -4, ein Abschnitt 4+
Höhenunterschied: 350 m
Kletterstrecke: 409 m
Seillängen: 11
Zeit: 4 - 4½ Stunden
Fels: gut, zu säubern
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + mittlere Friends + einige Haken

Zugang
Von der Grasleitenhütte (2134 m): Der Einstieg ist von der Hütte aus schnell erreichbar. Steige die gegenüberliegende steile Wiese empor und klettere durch eine Rinne (Schwierigkeit 3) auf ein breites Grasband. Diesem folgst du nach links bis zum Einstieg. Zeitaufwand: ca. 20 Min.
Abstieg (Komplexes Gelände)
Der Abstieg vom Grasleitenturm ist anspruchsvoll und erfordert sicheres Gehen sowie Orientierungssinn in kombiniertem Gelände (Fels/Gras): Gipfelbereich: Vom Gipfel ca. 15 m über den Westgrat abklettern (1-2) bis zu einer Scharte. Dort 15 m abseilen. Obere Flanke: Über eine Rampe (nördlich) nach links queren, dann durch eine Rinne und eine weitere Rampe nach rechts abklettern bis zur großen Scharte (Stellen 1-2-3). Zentrale Rinne: Der Rinne in südöstlicher Richtung folgen (1-2, Stellen 3) und 12 m abseilen. Umgehung: Die folgenden Abbrüche links absteigend umgehen (2-3) und zurück in die Hauptrinne queren (Stellen 3). Abseilfinale: Wenn die Rinne zu steil wird, an der ausgesetzten Wand links kurz abklettern (3). Von hier 3-mal 22 m abseilen.
Rückweg: Über ein breites Band, eine letzte Rinne (3) und einfache Grasbänder zurück zur Hütte. Zeitaufwand: ca. 2 Std.
Charakteristik
Eine lohnende Tour für Alpinisten, die weniger Wert auf homogene Schwierigkeiten, dafür mehr auf eine abwechslungsreiche Linienführung legen. Aufgrund des zeitintensiven Abstiegs ist eine gute Zeitplanung wichtig.

Laurinswand Buratti-Führe (Westwand)

Schwierigkeit: 5 + A0
Höhenunterschied: 450 m
Kletterstrecke: 495 m
Seillängen: 18
Zeit: 5-6 Stunden
Fels: gut
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + Friend Nr.3 + einige Haken

Charakteristik
Eine anspruchsvolle Wanddurchsteigung, die Kondition und Routine in der Routenfindung erfordert. Die Kletterei ist vielfältig und bietet klassischen Dolomiten-Fels in einer beeindruckenden Umgebung.
Zugang
Von der Kölner Hütte (2339 m): Folge dem Zustiegsweg zum Santnerpass-Klettersteig. Quere das markante, lange Schuttband. Bevor der Klettersteig in die Felsen und Rampen hinaufzieht, zweigst du links auf einen Pfad ab. Folge dem Pfad unterhalb der Westwände bis zum Einstieg der Buratti. Zeitaufwand: ca. 1 Std.
Abstieg
Der Abstieg erfolgt vergleichsweise zügig Richtung Osten: Von der Scharte in die östliche Rinne absteigen. Den ersten Felsabsturz umgeht man durch Abklettern auf der linken Seite (Schwierigkeit 3). Danach wieder zurück in die Rinne queren. Auf dem ersten Band nach rechts queren (1) und in wenigen Minuten zur Santnerpasshütte aufsteigen. Zeitaufwand: ca. 20 Min.
Tipps für die Tour
Zeitmanagement: 18 Seillängen sind zeitintensiv. Ein früher Start ist ratsam, auch wenn die Wand erst spät Sonne bekommt. Orientierung: In der Wandmitte ist ein gutes Auge für den Routenverlauf entscheidend. Abstieg: Von der Santnerpasshütte erfolgt der weitere Rückweg zur Kölner Hütte über den normalen Klettersteig (ca. 1–1,5 Std. zusätzlich einplanen).

Vajolettürme Ostturm Marina-Führe (Ostwand)

Schwierigkeit: 3-4, eine Stelle 4+
Höhenunterschied: 200 m
Kletterstrecke: 211 m
Seillängen: 8
Zeit: 3 Stunden
Fels: gut, Schutt auf Bändern zu säubern
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + Friend Nr. 2 + einige Haken

Charakteristik
Eine interessante Tour in hochalpiner Umgebung. Wichtiger Hinweis: Die Schlüsselstelle ist sehr eng und mühsam – es wird dringend empfohlen, diese Passage ohne Rucksack zu klettern (ggf. nachziehen), um nicht stecken zu bleiben.
Zugang
Von den Vajolet- / Preuß-Hütten (2243 m): Dem Weg Nr. 584 Richtung Grasleitenpass folgen. Auf der ersten grünen Ebene links abbiegen und dem Pfad (Steinmann) folgen, der in Kehren über das Geröllfeld aufwärts führt. Bis zum obersten Geröllfeld aufsteigen, bis man unterhalb der Ostwand den Beginn einer markanten Rinne erreicht. Die Rinne rechts hinaufsteigen (Schwierigkeit 1-2) und den Steinmännern bis zur Einstiegshöhe folgen. Zeitaufwand: ca. 1 Std. 15 Min.
Abstieg
Der Abstieg erfordert sicheres Klettern und Abseilen im kombinierten Gelände: Vom Gipfel: Dem Nordgrat ca. 15 m folgen, durch ein markantes Felsloch (Abseilhaken) 15 m abseilen und anschließend durch Rinnen abklettern. Ostscharte: Nach ca. 40 m erreicht man die Ostscharte (2+). Abseilstelle: Die rechte Rinne wählen (Haken vorhanden, kurze Stelle 3) und 5 m abseilen bis auf ein Band. Querung: Auf dem Band ca. 30 m nach links zur „Großen Scharte“ queren.
Rückweg: In südlicher Richtung den Steinmännern folgen, bis man wieder den Einstieg der Route erreicht. Zeitaufwand: ca. 50 Min. bis zum Einstieg (insgesamt ca. 2 Std. zurück zu den Hütten).
Tipp: Da die Route oft Schutt auf den Bändern aufweist, ist besondere Vorsicht geboten, um keine Steine auf nachfolgende Seilschaften loszutreten.

Rosengartenspitze Normalweg (Westrinne und Nordgrat)

Schwierigkeit: 3, Die ersten Metern 3+
Höhenunterschied: 200 m
Kletterstrecke: 344 m
Seillängen: 10 + 55m am kurzen Seil
Zeit: 2 Stunden
Fels: ausgezeichnet
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung

Charakteristik
Ein Klassiker, der oft begangen wird. Die Route teilt sich in die technisch etwas anspruchsvollere Westrinne und den genussvollen Nordgrat. Ab der sogenannten Normalwegscharte wird meist am kurzen Seil mit gelegentlichen Zwischensicherungen bis zum Gipfel gestiegen.
Zugang
Von der Santnerpasshütte (2734 m): Über die Geröllfelder direkt auf die Westwand zuhalten. Der Einstieg befindet sich am Fuß der markanten Rinne. Zeitaufwand: ca. 10 Min. (Alternativ auch von der Gartlhütte oder der Kölner Hütte über den Santnerpass-Klettersteig erreichbar.)
Abstieg
Der Abstieg erfordert volle Konzentration und eine sichere Seilhandhabung: Vom Gipfel: Über den Grat zurück zur Normalwegscharte abklettern (am kurzen Seil). Querung: Den Osthang ca. 100 m weit queren (Schwierigkeit 1), dann nach links wenden. Exponiertes Band: Einem ausgesetzten Band ca. 15 m weit bis zu einem Abseilhaken folgen. Abseilstelle: Hier 15 m abseilen und über die lange Rampe (linkshaltend, 1-2) zurück zur Aufstiegsrinne abklettern. Rinnensystem: In der Rinne 2-mal 20 m abseilen (hierfür können die gebohrten Standplätze des Aufstiegs genutzt werden).
Rückweg: In wenigen Minuten zurück zur Santnerpasshütte. Zeitaufwand: ca. 1,5 Std.
Tipp: Wegen der hohen Popularität der Route ist Steinschlag in der Westrinne durch voraussteigende Seilschaften ein Thema. Ein früher Aufbruch lohnt sich hier doppelt!

Rosengartenspitze Piáz/Delago-Führe (Westkamin)

Schwierigkeit: 4+
Höhenunterschied: 160 m
Kletterstrecke: 165 m
Seillängen: 6
Zeit: 2 - 2½ Stunden
Fels: gut, vorletzte Seillänge zu säubern
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + Friend Nr.3

Charakteristik
Eine sehr lohnende Kletterei im vierten Schwierigkeitsgrad. Da die Route durch einen Kamin in der Westwand führt, bleibt es hier lange schattig und feucht. Wichtiger Hinweis: Bei niedrigen Temperaturen oder nach Regenfällen ist die Tour aufgrund der Kälte und möglicher Nässe im Kamin nicht zu empfehlen.
Zugang
Von der Santnerpasshütte (2734 m): Über die Geröllfelder direkt auf die Westwand der Rosengartenspitze zuhalten. Vor der Wand nach rechts queren, bis man zu einem Band gelangt (Sicherung an einer markanten Sanduhr möglich). Der Einstieg befindet sich unmittelbar vor der ausgeprägten Rissrinne. Zeitaufwand: ca. 15 Min. (Auch erreichbar von der Gartlhütte oder der Kölner Hütte via Santnerpass.)
Abstieg
Nach dem Ausstieg der Führe gibt es zwei Möglichkeiten: Gipfel-Option: Über einfaches Gelände (Schwierigkeitsgrad 1-2) in ca. 20 Min. zum Hauptgipfel aufsteigen. Direkter Abstieg: Über die Abstiegsvariante des Normalwegs (siehe Beschreibung dort) zurück zur Hütte. Zeitaufwand: ca. 1 Std. 10 Min. bis zur Santnerpasshütte.
Tipp: Die Kombination aus dieser Führe im Aufstieg und dem Normalweg im Abstieg ergibt eine sehr homogene und ausgefüllte Halbtagestour an der Rosengartenspitze.

Rotwand Eisenstecken-Führe (Westwand)

Schwierigkeit: 5
Höhenunterschied: 270 m
Kletterstrecke: 294 m + 200 m zum Klettersteig
Seillängen: 10 + 200 m zum Klettersteig
Zeit: 4½ - 5 Stunden
Fels: gut, einige Abschnitte mäßig
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + Friend Nr.3-3,5 + 8 Express-Schlingen

Charakteristik
Eine Route mit zwei Gesichtern: Die ersten vier Seillängen fordern Kraft und Technik in Kaminen und Rissen. Danach öffnet sich die Wand zu herrlicher Plattenkletterei. Wichtig: Aufgrund der Kamine und der Westausrichtung sollte die Route nur bei absolut trockenen Bedingungen eingestiegen werden.
Zugang
Von der Paolinahütte (2125 m): Den markierten Wegen Nr. 552 und Nr. 551 in Richtung Vajolonpass (2560 m) folgen. Kurz vor Erreichen des Passes, direkt unter der Westwand, nach rechts abbiegen. In wenigen Minuten über Geröll zum Einstieg aufsteigen. Zeitaufwand: ca. 1 Std.
Abstieg
Der Abstieg erfolgt über den Nordgrat-Klettersteig: Vom letzten Standplatz: Einem waagrechten Band ca. 200 m nach links (Norden) folgen (Schwierigkeit 1-2). Klettersteig: Man trifft auf den Rotwand-Klettersteig. Diesem abwärts zum Vajolonpass folgen.
Abstieg Rinne: Vom Pass über den Weg Nr. 551 (durch die markante linke Rinne) absteigen, bis man wieder den Fuß der Westwand erreicht.
Rückweg: Auf bekanntem Weg zurück zur Paolinahütte. Zeitaufwand: ca. 45 Min.
Tipp: Die Eisenstecken-Führe ist ein echtes Highlight für Liebhaber klassischer Linien. Wer den Kaminteil sauber hinter sich gebracht hat, wird mit bestem Dolomit-Fels im oberen Drittel belohnt.

Westliche Sattelspitze Nordwestwand

Schwierigkeit: 6
Höhenunterschied: 450 m
Kletterstrecke: 482 m + 100 m
Seillängen: 15 + 100 m am kurzen Seil
Zeit: 5 Stunden
Fels: gut, zu säubern
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + ein ganzer Satz Stopper + mittlere Friends

Charakteristik
Eine großartige Wanddurchsteigung, die durch ihre Steilheit und die exponierte Lage besticht. Die Kletterei ist technisch fordernd und erfordert einen sicheren Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln.
Zugang
Von der Grasleitenhütte (2134 m):
Dem markierten Weg Nr. 3a aufwärts folgen. Kurz vor einer drahtseilversicherten Passage zweigt nach rechts ein Pfad ab. Über diesen Pfad zum Talgrund absteigen und in wenigen Minuten zum Einstieg queren. Zeitaufwand: ca. 15 Min. (Alternativ auch von der Grasleitenpasshütte erreichbar.)
Abstieg (Anspruchsvoll)
Der Abstieg ist komplex und sollte keinesfalls unterschätzt werden: Gratpassage: Vom Gipfel in östlicher Richtung zur Scharte zurückkehren (Abklettern 2-3). Dem Grat weiter folgen bis zu seinem tiefsten Punkt. Querung: Die gesamte Westflanke ca. 20 m unterhalb der Gratkrone (östlich) queren, bis der breite Sattel zwischen den beiden Hauptspitzen erreicht ist (orientiert an Steinmännern, 1-2, Stellen 3). Östliche Sattelspitze: Den Südhang der Östlichen Sattelspitze über Bänder queren (Gegenanstiege und Abstiege im Grad 1-2), bis zur Scharte vor den Tschaminspitzen. Rinnenabstieg: Durch die breite, nach Osten führende Rinne in das Große Valbontal absteigen und zurück zum Einstieg queren. Zeitaufwand: ca. 1,5 Std.
Tipp: Aufgrund der Länge der Tour und des zeitintensiven Abstiegs ist ein stabiles Wetterfenster unerlässlich. Der Abstiegsweg erfordert auch bei Erschöpfung nach der Kletterei nochmals volle Aufmerksamkeit bei der Wegfindung.

Vajolettürme Stabelerturm Normalweg (Südostwand)

Schwierigkeit: 4-
Höhenunterschied: 145 m
Kletterstrecke: 187 m
Seillängen: 7
Zeit: 2½ Stunden
Fels: ausgezeichnet
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung

Zugang
Von der Gartlhütte (2621 m): Dem gut sichtbaren Pfad in Richtung der Türme aufsteigen. An der Terrasse vor der markanten Rinne (zwischen Delago- und Stabelerturm) in die Rinne einsteigen. Einem Band ca. 60 m nach rechts folgen. Der Einstieg befindet sich am Beginn der ersten Rampe, die nach links oben zieht. Zeitaufwand: ca. 20 Min.
Abstieg (Abseilpiste)
Der Abstieg erfordert präzises Seilmanagement, da er über mehrere Stufen in die Scharte führt: Vom Gipfel: Am Standhaken 10 m in nördlicher Richtung in eine Rinne abseilen. Abseilstufe: Weitere 25 m (einzementierte Haken) zu einem Band abseilen. Querung: Auf dem Band waagrecht ca. 8 m nach Westen (links) gehen. Abstieg zur Scharte: Über eine Rinnenrampe 15 m zum nächsten Band absteigen und diesem 8 m nach Süden folgen, bis man den eingeklemmten Block in der Scharte zwischen Stabeler- und Delagoturm erreicht. Rinnenabstieg: Ab hier viermal durch die Rinne (Richtung Süden) abseilen: 20 m, 20 m, 20 m und zuletzt 25 m. Ausstieg: Die letzten Meter unschwierig abklettern (1) bis zur Rinne und zurück zur Terrasse. Zeitaufwand: ca. 50 Min.
Tipps für die Tour
Politur: Die Schlüsselstellen (kurze Wandl und Kamine) sind "speckig". Magnesium und präzises Stehen helfen hier enorm. Kombination: Erfahrene Seilschaften kombinieren den Stabelerturm oft mit der Piáz-Kante am Delagoturm oder dem Winkler-Turm zu einer Enchainement-Tour. Wetter: Da die Rinne beim Abseilen als natürlicher Trichter fungiert, sollte man bei aufziehendem Gewitter frühzeitig den Rückzug antreten.

Teufelswand Gross-Pfeiler (Südost)

Schwierigkeit: 4-
Höhenunterschied: 160 m
Kletterstrecke: 198 m
Seillängen: 8
Zeit: 2½ - 3 Stunden
Fels: ausgezeichnet
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung

Charakteristik
Eine klassische Genussroute, die aufgrund ihrer Beliebtheit oft begangen wird. Die Kletterei ist abwechslungsreich und führt über Pfeilerstrukturen und Platten. Da die Route südostseitig ausgerichtet ist, ist sie meist früh trocken und bietet angenehme Temperaturen.
Zugang
Der Zustieg führt durch das spektakuläre „Fenster“ des Fensterleturms: Von der Paolinahütte (2125 m): Über die Wege Nr. 539 und 549 zur Rotwandhütte (2280 m). Richtung Masaré: Dem Weg Richtung Fensterleturm (Torre Finestra / Masaré-Klettersteig) folgen. Durch das Fenster: An der Abzweigung zum Fensterleturm aufsteigen und den gesicherten Steig (Drahtseile) durch den markanten Felsspalt (das Fenster) durchsteigen. Wandfuß: Den dahinterliegenden Kessel über die Wiesen leicht aufsteigend queren, bis man den Einstieg am Pfeiler erreicht. Zeitaufwand: ca. 1 Std. 50 Min. (von der Rotwandhütte ca. 50 Min.).
Abstieg
Der Abstieg erfolgt über den Normalweg der Teufelswand: Gratwanderung: Vom Gipfel den Wegspuren entlang des Grates in nördlicher Richtung (Ostsseite) folgen. Abklettern: Zum Sattel zwischen Teufelswand und Fensterleturm abklettern (Schwierigkeitsgrad 1-2).
Rückweg: Vom Sattel rechts dem markierten Weg (Südost) in den Kessel unter dem Fensterleturm folgen. Felsspalt: An der Abzweigung links (Osten) wieder durch den gesicherten Spalt am Fensterleturm abklettern. Talweg: Auf dem bekannten Zustiegsweg zurück zur Rotwandhütte oder Paolinahütte absteigen. Zeitaufwand: ca. 1 Std. 10 Min. bis zur Rotwandhütte.
Tipp: Wer nach dem Großen Pfeiler noch Energie hat, kann den Masaré-Klettersteig perfekt in die Tour integrieren, da sich die Wege im Bereich des Fensterleturms kreuzen.

Östliche Valbonspitze Valbon - Kante (Nordwest)

Schwierigkeit: 4
Höhenunterschied: 400 m
Kletterstrecke: 475 m
Seillängen: 14
Zeit: 4 Stunden
Fels: gut, Schuttabschnitt
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung + mittlere Friends

Charakteristik
Eine klassische Kantenkletterei, die durch ihre Länge und die wilde Umgebung besticht. Aufgrund der 14 Seillängen ist ein rhythmisches Vorwärtskommen entscheidend. Der Fels ist in den Kletterpassagen gut, verlangt aber in den schuttigen Abschnitten Vorsicht bezüglich Steinschlag.
Zugang
Von der Grasleitenhütte (2169 m):
Dem markierten Weg Nr. 3a bergan folgen. Kurz vor einer drahtseilversicherten Passage zweigt nach rechts ein Pfad ab. Über diesen Pfad zum Talgrund absteigen und in wenigen Minuten zum Einstieg queren. Zeitaufwand: ca. 15 Min. (Alternativ auch von der Grasleitenpasshütte erreichbar.)
Abstieg (Anspruchsvoll)
Der Abstieg ist zeitintensiv und erfordert sichere Orientierung: Gratbegehung: Vom letzten Standplatz dem langen Grat in östlicher Richtung folgen (anfangs Schwierigkeit 1-2), bis man nach ca. 30 Min. eine große Felsspitze erreicht. Abseilfahrt Süd: Von hier zweimal 20 m in südlicher Richtung abseilen. Querung: Wieder nach Osten wenden, ca. 2 m über ein Band aufsteigen und 10 m weiterqueren. Finale Scharte: Weitere 25 m abseilen und die letzten 4 m abklettern (2), um die große Schuttscharte zu erreichen.
Rückweg: Die östliche Schuttrinne ca. 200 m tief in den Grasleitenkessel abfahren/absteigen. Dem markierten Weg nach links (nördlich) zurück zur Grasleitenhütte folgen. Zeitaufwand: ca. 1 Std. 45 Min.
Tipp: Unterschätze die Länge der Tour nicht. Auch wenn die Schwierigkeiten moderat bleiben, fordern die 14 Seillängen und der komplexe Abstieg bei Ermüdung am Nachmittag eine gute Zeitplanung.

Vajolettürme Winklerturm Winkler-Riss (Südwand und Ostwand)

Schwierigkeit: 4+, der Orginal-Riss 4
Höhenunterschied: 140 m
Kletterstrecke: 226 m
Seillängen: 9
Zeit: 2½ Stunden
Fels: ausgezeichnet
Ausrüstung: Normale Alpine Ausrüstung

Charakteristik
Eine geschichtsträchtige Tour, die jeden Alpinisten begeistert. Die Schlüsselstelle am Winkler-Riss verlangt saubere Technik. Da die Tritte und Griffe über die Jahrzehnte glatt poliert wurden, fühlt sich die Stelle oft schwieriger an als der glatte vierte Grad vermuten lässt.
Zugang
Von der Gartlhütte (2621 m): Dem Pfad in Richtung der Türme folgen. An der Terrasse vor der Rinne zwischen Delago- und Stabelerturm in die Rinne einsteigen. Dem Band ca. 60 m nach rechts folgen (unter der Wand des Stabelerturms vorbei). Der Einstieg befindet sich am Beginn der ersten Rampe, die nach links oben zieht (identisch mit dem Zustieg zum Stabelerturm-Normalweg). Zeitaufwand: ca. 20 Min.
Abstieg (Abseilpiste)
Der Abstieg erfolgt über die zentrale Abseilpiste der Vajolettürme: Vom Gipfel: Am Standhaken 10 m nach Norden in eine Rinne abseilen. Abseilstufe: Weitere 25 m an einzementierten Haken zu einem Band abseilen. Querung: Auf dem Band ca. 8 m waagrecht nach Westen (links) queren. Zur Scharte: Über eine Rinnenrampe 15 m zum nächsten Band absteigen und 8 m nach Süden folgen, bis zum eingeklemmten Block zwischen Stabeler- und Delagoturm. Rinnen-Abseilen: Von hier viermal in der Rinne nach Süden abseilen: 20 m, 20 m, 20 m und 25 m. Ausstieg: Die letzten Meter unschwierig abklettern (1) zur Rinne und zurück zur Terrasse. Zeitaufwand: ca. 50 Min.
Tipp: Wer den Winklerturm klettert, hat oft das Ziel, alle drei Vajolettürme zu überschreiten. Da der Zustieg für Stabeler- und Winklerturm identisch ist, lassen sich diese beiden Gipfel

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